Don’t try to calm the storm,
calm you and the storm will pass

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Vorstellungsrunde
– 5 Fragen

1. Was hat dich dazu bewegt, mit Yoga zu beginnen, und was bedeutet es für dich persönlich?

Ich habe immer wieder etwas Yoga praktiziert, seitdem ich 17 Jahre alt war – von zu Hause aus mit YouTube-Videos. Die Praxis habe ich überwiegend für den körperlichen Aspekt ausgeführt.

Als ich 2018 das erste Mal in einem Yoga-Studio in Portugal war, war es um mich geschehen: die Lehrerin war so ein Sonnenschein und hatte eine liebevolle aber auch erdende Energie. Das hat mich irgendwie total getached und ich wollte auch diese Ruhe und Zuversicht in mir spüren.

Zurück in Deutschland habe ich mir ein Yoga-Studio in der Nähe meiner Arbeit gesucht, sodass ich direkt nach der getanen Lohnarbeit dort hin konnte. Mit der Zeit habe ich neben den körperlichen Erfolgen bemerkt, dass mich die Yoga-Praxis enorm mental unterstützt hat. Gerade in fordernden Zeiten half es mir, meine Gefühle und Gedanken zu sortieren und ein Ventil für die Wut und Trauer zu finden. Als die Yogalehrerin damals Ihre erste Yoga-Lehrer-Ausbildung ausschrieb, sind wir Austausch gegangen, ob sich das denn auch „nur für mich“ lohnen würde, da ich damals nicht den Anspruch hatte, selbst zu unterrichten. Da wir ab Tag 1 der Ausbildung schon unsere Gruppe unterrichten „mussten“, habe ich nach kurzer Zeit festgestellt, dass mir das Unterrichten liegt und ich den Menschen etwas zu geben habe ♥

Yoga bedeutet für mich, zur Ruhe zu kommen, in Verbindung zu mir selbst und meinen Bedürfnissen zu treten und mich wahrhaftig, roh und echt zu betrachten – mich zum Positiven zu verändern und mich zu unterstützen.

2. Welche Werte oder Prinzipien sind dir im Leben und im Yoga besonders wichtig?

Um Dich direkt etwas tiefer in Grundsätze der Yogalehre einzuführen, hier ein kleiner Exkurs: Im Yoga gibt es ganz klassische ethische und moralische Prinzipien: die Yamas und Niyamas. Diese Prinzipien sollen dir helfen, ein harmonisches und bewusstes Leben zu führen.

 

Yamas (Verhaltensregeln gegenüber anderen)

Ahimsa (Gewaltlosigkeit)

Freundlichkeit und Mitgefühl gegenüber allen Lebewesen. Es geht darum, keine Gewalt in Gedanken, Worten oder Taten zu üben.

Satya (Wahrhaftigkeit)

Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit sich selbst und anderen. Es bedeutet, die Wahrheit zu sprechen und authentisch zu sein. 

Asteya (Nicht-Stehlen)

Respekt vor dem Eigentum anderer und das Vermeiden von Diebstahl oder Gier. Es geht auch um das Nicht-Stehlen von Zeit oder Energie.

Brahmacharya (Maßhalten)

Kontrolle über Wünsche und Begierden, um Energie zu bewahren und im Gleichgewicht zu bleiben.

Aparigraha (Nicht-Anhaften)

Loslassen von Gier, Besitzansprüchen und übermäßigem Festhalten an Dingen oder Erwartungen.

Niyamas (Selbstdisziplin und innere Haltung):

Shaucha (Reinheit)

Sauberkeit im Körper, Geist und Umgebung. Es fördert Klarheit und Frische im Denken.

Santoshha (Zufriedenheit)

Akzeptanz und Dankbarkeit für das, was ist. Es geht um innere Zufriedenheit und Gelassenheit.

Tapas (Disziplin)

Selbstmotivation und Hingabe, um persönliche Ziele zu erreichen und innere Stärke zu entwickeln.

Swadhyaya (Selbststudium)

Studium der eigenen Natur, Schriften und Selbstreflexion, um sich besser kennenzulernen.

Ishvarapranidhana (Hingabe an das Höhere)

Vertrauen und Hingabe an das Universum oder eine höhere Kraft, um Loslassen und Akzeptanz zu fördern.

Das sind schon starke Werte, an denen ich mich gerne orientiere. Besonders wichtig ist mir im Umgang mit anderen Menschen Ehrlichkeit und Loyalität. Ich möchte mich in meinen Verbindungen sicher fühlen und ganz authentisch leben dürfen, so, wie ich bin, ohne Angst vor Verurteilung oder Bewertung haben zu müssen.

3. Gibt es eine Erfahrung oder eine Lektion, die dein Leben maßgeblich verändert hat?

Ich kann es gar nicht als eine einzige Erfahrung benennen. Es geht vielmehr darum, Klarheit für Dich zu finden, wie Du Dir Dein Leben vorstellst, was Du Dir wünschst und vorallem warum. Klarheit über Deine Werte, Deine No-Go’s. Und nun das Schwierigste: alte Masken und Konditionierungen ablegen und mutig Deinen Weg gehen, der in alignment mit diesen Werten ist. Das hat in meinem Fall zunächst viel Schmerz und auch vermeintlichen Verlust bedeutet, hat sich im Nachhinein jedoch als Befreiung und Grundstein für mein neues Leben herausgestellt.

4. Wie möchtest du dich durch Yoga weiterentwickeln oder was erhoffst du dir für deine persönliche Reise?

Irgendwie ist man nie angekommen und nie fertig – daher bin ich gespannt, wo mich die Yogareise noch hinträgt. Aktuell würde ich sagen, dass es mir sehr am Herzen liegt, Menschen aufzuklären und zu motivieren, Ihren eigenen Weg zu gehen. Zu fühlen und zu heilen, um ein erfülltes Leben mit viel Liebe und Leichtigkeit zu führen.

Ich wache mittlerweile auf und bin einfach nur dankbar für unser Leben und für alles, was wir uns in den letzten Jahren aufgebaut haben. Für die Sicherheit, Liebe und Wertschätzung, die wir uns in den Verbindungen entgegenbringen. Diese Ruhe, Urvertrauen und Zuversicht möchte ich unbedingt beibehalten. Etwas mehr Gelassenheit wäre noch schön 😉

 

5. Was bedeutet für dich innere Balance und wie versuchst du, sie in deinem Alltag zu finden?

Gerade im stressigen Alltag kann es passieren, dass die gesunden Routinen, die einen unterstützen, hinten über fallen. Das möchte ich gar nicht als „scheitern“ bewerten, sondern viel mehr als liebevolle Einladung und Erinnerung, wieder zurück zu meinen Routinen und Strategien zu finden. Immer nur einmal mehr aufstehen, als man gefallen ist. Das ist schon mehr als die halbe Miete.

 

Ich hoffe, dir hat die Fragerunde gefallen. Stell mir gerne weitere Fragen, die Du beantwortet haben möchtest ♥

Alles Liebe,

Bine

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